Neujahrsehrung für die Bildende Kunst
.
Unsere neue Artothek wurde am Samstag, den 25.10.25 um 15:00 Uhr im Alten Rathaus eröffnet. Bereits bei der Eröffnung wurden zwei Bilder ausgeliehen . Unter der Rublik „Artothek“ findet man hier auf der Homepage alle Bilder, die zum Verleih oder zum Verkauf angeboten werden.
Kunstfahrt nach Nürnberg
Das KunstKulturQuartier der Stadt Nürnberg war Ziel der diesjährigen Künstlerfahrt.
Koller erklärt in einem Video sehr anschaulich, wie seine Bilder entstehen und verdeutlicht, dass stets der Mut am Ende entscheidet, ob mit dem letzten farbigen Pinselstrich das Bild besonders oder ruiniert wird. „Wer diesen Mut nicht hat, wird stets mittelmäßig bleiben“, meint Koller. Das kann man von ihm, dem fränkischen Ausnahmekünstler wirklich nicht behaupten, wenn man sich ins farbgewaltige Indien, in blaue türkische Dörfer, auf griechische Inseln oder in gelbgrüne Gärten entführen lasst.
Ruth Orkin - Fofografin mit dem besonderen Blick für Details, für Graphisches, für Skurriles im Alltäglichen. Die Arbeiten entstanden zwischen 1940 und 1960, also in einer Zeit, in der es fast keine Frauen gab, die als Fotografinnen arbeiteten. Die Werkschau wurde nach verschiedenen Themen geordnet. Unter dem Thema „Schönheit“ fokussiert Ruth Orkin sowohl den Aspekt der Zuflucht als auch den Aspekt des Zwangs. Sie dokumentierte Rituale im Friseursalon und Routinen vor dem Spiegel. Sie hielt die Szenen mit einem unverstellten, zugleich privaten wie öffentlichen Blick fest.
SvHA
KunstKulturQuartier Nürnberg: Kunstvilla (Oskar Koller) + Kunsthaus (Ruth Orkin) + Kunsthalle (The best show ever)
„Das Leben ist eine Reise“ – Gedenkausstellung für Marianne
Hofmann-Spatz in der kleinen Galerie des Kulturvereins
Schwarzenbach an der Saale
Mit der Ausstellung „Das Leben ist eine Reise“ widmet der Kulturverein
Schwarzenbach an der Saale der Künstlerin Marianne Hofmann-Spatz eine
besondere Präsentation, die zugleich Rückblick, Würdigung und stilles
Gedenken ist.
Die Vernissage am 23. Januar war überraschend gut besucht. Galerieleiterin
Gisela Groß gab eine würdigende Einführung in Werk und Ausstellung. Noch bis
zum 8. März 2026 werden in der „Kleinen Galerie“ ausgewählte Werke der
Künstlerin gezeigt, die im Dezember des vergangenen Jahres verstorben ist. Die
Ausstellung findet bewusst dennoch statt und gewinnt gerade durch diesen
Umstand eine tiefere, berührende Dimension.
Marianne Hofmann-Spatz wurde in Schwarzenbach an der Saale geboren und ist
hier aufgewachsen, später zog sie nach Konradsreuth, blieb dem
Künstlerstädtchen Schwarzenbach aber immer verbunden. Die Ausstellung an
ihrem Heimatort erhält dadurch eine besondere Bedeutung. Viele
Besucherinnen und Besucher werden die Künstlerin persönlich gekannt haben
oder zumindest mit ihrem Namen und ihrem Schaffen vertraut sein. Mit der
Gedenkausstellung kehren ihre Werke symbolisch an den Ort zurück, an dem ihr
künstlerisches Schaffen und ihre Verbundenheit zur Heimat ihren Anfang
nahmen.
Der Titel der Ausstellung, den Marianne Hofmann-Spatz selbst gewählt hat,
erscheint im Nachhinein fast programmatisch. „Das Leben ist eine Reise“ –
dieser Gedanke durchzieht ihr künstlerisches Werk ebenso wie ihre persönliche
Haltung. Nun steht er auch für den abgeschlossenen Lebensweg einer
Künstlerin, deren Bilder von Bewegung, Wandlung, Hoffnung und innerem
Unterwegssein erzählen. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Reise
nachzuvollziehen und innezuhalten.
Gezeigt werden meinst mittelformatige Arbeiten, die durch ihre ausgesprochen
intensive Farbigkeit geprägt sind. Charakteristisch ist der häufige Einsatz eines
leuchtenden, sonnigen Gelbs, das vielen Bildern eine warme, lichtdurchflutete
Grundstimmung verleiht. Dieses Gelb wirkt nicht dekorativ, sondern emotional
tragend – als Symbol für Lebensenergie, Offenheit und Zuversicht.
Es verbindet
die einzelnen Werke miteinander und schafft eine Atmosphäre, die trotz des
Gedenkcharakters von Helligkeit und innerer Wärme getragen wird.
Inhaltlich bewegt sich das Werk von Marianne Hofmann-Spatz zwischen
Naturmotiven und menschlichen Figuren, wobei sie sich konsequent von einer
naturalistischen Darstellung löst. Besonders häufig finden sich Blütenmotive,
vor allem Tulpen, die nicht als botanisch genaue Abbilder erscheinen, sondern in
einer halbabstrakten, oft rhythmischen Formensprache umgesetzt sind. Die
Tulpe wird dabei zum Zeichen – für Wachstum, Vergänglichkeit, Neubeginn und
stille Schönheit.Daneben nehmen Personen und Personengruppen einen wichtigen Platz im
Œuvre der Künstlerin ein. Auch hier verzichtet sie bewusst auf realistische
Details. Stattdessen werden Körper, Haltungen und Beziehungen symbolisch
abstrahiert. Die Figuren stehen, gehen, begegnen einander oder bilden Gruppen,
ohne individuelle Gesichtszüge zu tragen. Dadurch werden sie zu Stellvertretern
menschlicher Erfahrungen: Nähe und Distanz, Gemeinschaft und Einsamkeit,
Bewegung und Verweilen.Die Bilder von Marianne Hofmann-Spatz erzählen keine eindeutigen
Geschichten. Sie öffnen vielmehr Assoziationsräume, laden zur eigenen
Interpretation ein und lassen Emotionen zu. Farbe, Form und Komposition
stehen gleichberechtigt nebeneinander und entfalten ihre Wirkung im
Zusammenspiel. Gerade diese Offenheit macht den besonderen Reiz der
Arbeiten aus und ermöglicht es den Betrachterinnen und Betrachtern, einen
sehr persönlichen Zugang zu finden. Viele Motive erscheinen im Rückblick wie
stille Reflexionen über Zeit, Veränderung und das menschliche Unterwegssein.
Gleichzeitig bewahren sie sich eine positive Grundhaltung, die dem Leben
zugewandt bleibt.
Der Kulturverein Schwarzenbach an der Saale setzt mit dieser Ausstellung ein
bewusstes Zeichen: Kunst wirkt über das Leben hinaus. Das Werk von Marianne
Hofmann-Spatz bleibt sichtbar, erfahrbar und lebendig.
Die Ausstellung ist freitags von 16 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 16 Uhr
geöffnet. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich Zeit zu
nehmen, die Bilder auf sich wirken zu lassen und die künstlerische Reise von
Marianne Hofmann-Spatz nachzuempfinden.
„Das Leben ist eine Reise“ wird so zu mehr als einem Ausstellungstitel: Es wird
zu einer Einladung, das Leben, die Kunst und die Erinnerung bewusst zu betrachten,
Bild 1: Robert Skubacz
Text und Bild 2: Bernd Rössler












